F1 Grand Prix in Indianopolis
Es war wahrlich ein Prüller als ich am Abend des 19.Juni den Fernseher aufdrehte um mich nach langer Zeit wieder einem Formel 1 Rennen zu widmen. Was mich erwartete war wahrlich ein aufregende Geschichte. Heinz Prüller live aus Indianopolis und Niki Lauda himself aus dem ORF Studio in Wien machten aus einem eigentlich faden Formel 1 Rennen ein heitere und spassige Geschichte.
“Prüller Heinzi und Lauda Niki”
Das das Geschehen im Rennen zum Vergessen war lag an der Tatsache das sich nach der Aufwärmrunde nur mehr 6 Autos zum Startpunkt begaben und nach dem Umsprungen von rot auf grün schlussendlich auch Fahrt aufnahmen. Der eigentliche Auslöser das nur 6 Fahrer an der Start gingen lag 2 Tage zurück. Ralf Schumacher raste im Training am Freitag mit mehr als 300km/h ungebremst in eine Mauer und hatte damit ziemlich genau 1 Jahr nach seinem Crash an gleicher Stelle ein Dejavu. Daraufhin sah sich Michelin der Reifenlieferant des Toyota Teams nach eingehender Analyse gezwungen eine schriftliche Mitteilung an die FIA und die Teams zu übermitteln in dem dem geschrieben stand das man mit jenen Reifen nicht den positiven Verlauf eines Rennens garantieren könnte. Man schob Überstunden, arbeitete unermüdlich und bat sogar die FIA neue Reifen zuzulassen.
Die FIA Statuten erlauben keinen Reifenwechsel während eines Rennwochenendes und so blieb entweder nur die Möglichkeit das sich Michelin bereifte Teams aus dem Rennen zurückziehen oder das man kurzfristig die Strecke durch eine Schikane langsamer machte und damit auch reifenschonender fahren konnte. Gegen die Installierung einer Schikane hatte aber Ferarri gestimmt und so blieb den betroffenen Teams nichts anderes mehr übrig das Rennen nach der Aufwärmrunde gleich wieder zu beenden. Farce, Skandal oder Witz, solche und ähnliche Worte kamen aus allen Ecken und Enden der Motorsportszenen und aus dem Sektor der Fans. Man hatte viel Geld investiert für ein Rennwochenende in Indy und was sah man ? Ein Rennen mit 6 Fahrern, das konnte es doch auch nicht sein. Prüller Heinzi und Lauda Niki lieferten sich Rededuelle während die erzürnten Fans schon begannen gefüllte Plastikflaschen auf die Strecke zu schmeissen um so ihrem Frust freien Lauf zu lassen. Die Fans blieben bei der ganze Sache im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke und wurden von den ganzen Aktionen erst am Start vor den Kopf gestossen als schliesslich nur 6 Fahrer losfuhren.
Auch die ganzen beteiligten Person waren ihrer Interviews zufolge nicht sehr happy, welche Teamchef schickt schon gerne seine Fahrer auf die Strecke ohne zu wissen das er auch wieder Heil in die Box kommen wird, mit diesen Reifen war schliesslich alles möglich.
Die Sache wird auf alle Fälle Folgen haben möglicherweise sowohl für die FIA als auch Michelin und ob überhaupt jemals wieder ein F1 in den USA gefahren werden wird steht zwar auf einem anderen Blatt aber nach diesem 19. Juni 2005 sind die Chancen mehr als nur geringfügig gesunken.





